Kategorie: Allgemein

Regulierung von Ladesäulen?

In ihrem Nationalen Entwick­lungs­plan Elek­tro­mo­bil­ität hat sich die Bun­desregierung im Jahr 2009 ein ehrgeiziges Ziel geset­zt: Bis zum Jahre 2020 sollen auf deutschen Straßen eine Mil­lion Elek­tro­fahrzeuge unter­wegs sein. Auch eMo­bile müssen betankt wer­den. Das »Per­petu­um e‑mobile« ist noch nicht erfun­den. Betankt wer­den kön­nen eMo­bile entwed­er — wenn die tech­nis­chen Voraus­set­zun­gen hier­für geschaf­fen wur­den — am eige­nen Stro­man­schluss zu Hause oder an ein­er öffentlichen eTankstelle, für die sich all­ge­mein der recht plas­tis­che Begriff der Ladesäule einge­bürg­ert hat.

Aufruf zu mehr Gelassenheit

Neue Tech­nolo­gien haben es schw­er: Kaum wer­den die ersten erfol­gre­ichen Laborver­suche und Forschungsergeb­nisse veröf­fentlicht, wollen Medi­en, Inve­storen und Öffentlichkeit fer­tige — best­möglich bere­its in Serie hergestellte — Pro­duk­te sehen. Sind dann die ersten Anwen­dun­gen auf dem Markt, wird über Kinderkrankheit­en und hohe Preise geschimpft. Wer­den die ersten Mis­ser­folge und Pleit­en bekan­nt, beherrschen — nach dem anfänglichen medi­alen Hype — Skep­sis, Häme und Schaden­freude ob der schein­bar miss­lun­genen Entwick­lung die veröf­fentlichte Meinung.

Shanghai im Fokus

Mit mehr als 24 Mil­lio­nen Ein­wohn­ern gehört Shang­hai zu den bedeu­tend­sten und finanzstärk­sten Indus­tri­estädten Chi­nas. Neuen Entwick­lun­gen und Trends ste­ht man hier sehr aufgeschlossen gegenüber. Shang­hai kann als opti­male Mega-City für eMo­bil­ität beze­ich­net werden.

Moderne IKT als Grundlage für eine funktionierende Elektromobilität

Eine bre­ite Mark­t­durch­dringung kann nur gelin­gen, wenn Elek­tro­fahrzeuge als wirk­liche Alter­na­tive zu herkömm­lichen Fahrzeu­gen wahrgenom­men wer­den. Dazu bedarf es nicht nur genü­gend Elek­tro­fahrzeuge mit aus­re­ichen­der Reich­weite, son­dern auch ein­er entsprechen­den Infra­struk­tur. Eine entschei­dende Rolle spielt dabei mod­erne Infor­ma­tion­sund Kom­mu­nika­tion­stech­nik (IKT). Sie steuert alle wichti­gen Funk­tio­nen im Elek­tro­fahrzeug und bildet die Grund­lage für das Zusam­men­spiel mit zukün­fti­gen intel­li­gen­ten Energie- und Verkehrssystemen.

RFID-Reader für Ladesäulen

Ladestellen für Elek­tro­fahrzeuge müssen gegen unberechtigte Benutzung abgesichert wer­den. Die Funki­den­ti­fika­tion hat sich als beson­ders benutzer­fre­undlich erwiesen, um den Anschluss ein­er Strom­tankstelle den berechtigten Kun­den freizugeben. Kon­nten Ladesäulen in Pilot­pro­jek­ten mit ver­gle­ich­sweise ein­fachen Read­ern aus­ges­tat­tet wer­den, stellt der kün­ftige All­t­ags­be­trieb zusät­zliche Anforderungen.

Die Pizza kommt elektrisch

Um Lärm- und CO2-Emis­sio­nen an den jew­eili­gen Stan­dorten zu senken, aber auch um Treib­stoff- und Wartungskosten zu reduzieren, testet Deutsch­lands Piz­za­ser­vice Num­mer 1 (Quelle: Sys­tem­gas­tronomie in Deutsch­land 2012 DEHOGA Bun­desver­band), Joey‘s Piz­za, am Stan­dort Ham­burg Valentin­skamp ver­schiedene Elek­tro­fahrzeuge. Dabei set­zt das Unternehmen auch auf eMo­bil­ität Made in Ham­burg. Am 31. Juli 2012 wurde für die täglichen Liefer­fahrten ein Karabag new500E übergeben.

15.000 elektrische Kilometer

Eine wichtige Rolle in Deutsch­land und Europa spie­len regionale Zen­tren. Rah­menbe­din­gun­gen für das bat­terieelek­trische Aut­o­fahren im ländlich-urba­nen Raum hat ein Forschung­spro­jekt der Hochschule Heil­bronn her­aus­gear­beit­et. Dazu wur­den jet­zt erste Ergeb­nisse aus über 15.000 Ganz­jahreskilo­me­tern vorgestellt. Typ­isch für die Region Heil­bronn-Franken als eine von 12 Regio­nen in Baden-Würt­tem­berg sind eine leicht hügelige Land­schaft, eine aus­geprägte land­wirtschaftliche Nutzung sowie »Glob­al Play­er« und gle­ichzeit­ig inno­v­a­tive kleine und mit­tel­ständis­che Unternehmen. Die Verkehrsin­fra­struk­tur ist durch einen hohen Anteil von indi­vid­ualem Pendlerverkehr mit dem Auto, aber auch durch die Verknüp­fung von Stadt und Region durch eine Zweisys­tem-Region­al­stadt­bahn bestimmt.

Smart Traffic

Osnabrück hat schon früh das The­ma Elek­tro­mo­bil­ität für sich ent­deckt. Im Jahr 2010 instal­lierten die Stadtwerke Osnabrück die erste Lade­in­fra­struk­tur, ein­herge­hend mit der flächen­deck­enden Kam­pagne »Ich-fahr-Strom«. Gemein­sam mit den Stadtwerken Aachen und Duis­burg sicherten sich die Stadtwerke Osnabrück ein tech­nol­o­gis­ches Know How mit der Grün­dung der Inno­va­tion­s­ge­sellschaft smart­lab. Diese wid­met sich ins­beson­dere dem Pro­dukt »Ladenetz.de«, welch­es sich ein bar­ri­ere­freies Laden und über­greifend­es Roam­ing zum Ziel geset­zt hat. Diesem Ver­bund haben sich mit­tler­weile 27 Stadtwerke und mehrere europäis­che Part­ner angeschlossen.

Vernetzte eFahrzeuge — vernetzter Service

Stellen Sie sich fol­gen­des Szenario vor: Sie fahren mit Ihrem eFahrzeug des Her­stellers A an eine Ladesäule, die von den Stadtwerken B betrieben wird. Sie haben einen Ver­trag mit Ihrem eMo­bil­i­ty-Provider C, und über diesen wird der nun begin­nende Lade­vor­gang abgerech­net. Nach zwei Stun­den Ladezeit möcht­en Sie weit­er­fahren, stellen jedoch fest, dass die tat­säch­lich aufgenommene Strom­menge nur ein­er Ladedauer von ca. ein­er Stunde entspricht. Wo ist die Ursache des Prob­lems zu find­en und wer küm­mert sich darum? Als erstes fahren Sie zum Ser­vi­cepart­ner Ihres Fahrzeugher­stellers A und bericht­en dem Ser­vicemi­tar­beit­er von Ihrem Prob­lem. Er unterzieht Ihr Fahrzeug ein­er gründlichen Unter­suchung und kommt zum Ergeb­nis: kein Befund. Er rät Ihnen, es ein­fach nochmal an ein­er anderen Ladesäule zu probieren.

Full Power für Elektromobilität

Der weltweit über­pro­por­tion­al wach­sende Energiebe­darf bei zugle­ich begren­zten fos­silen Ressourcen und bedeu­tende Kli­maschutzan­forderun­gen lassen nur eine Schlussfol­gerung zu — an Elek­tro­mo­bil­ität und intel­li­gen­ter Energien­utzung führt kein Weg vor­bei. Doch bis zur Umset­zung der anvisierten Ziele — Stich­wort: 1 Mil­lion Elek­troau­tos bis 2020 — ist es noch ein weit­er Weg. 

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