Zum zweiten Mal fand im Rahmen des BEE-Neujahrsemfangs der Start-up-Pitch zwischen neu gegründeten Jung-Unternehmern statt, die mit ihren innovativen Geschäftsmodellen die Energiewelt der nächsten Jahre positiv verändern möchten. Eine Fachjury und ein Publikum aus Finanzierern, potenziellen Kooperationspartnern und Politik bewerteten die fünfminütigen Vorstellungen der Geschäftsideen.
Kategorie: Allgemeines
BEM setzt sich erfolgreich für eMobilität im Taxigewerbe ein
Die Neuzulassung von Elektrotaxis wird seit Ende 2016 gesetzlich erheblich erschwert. Am 1. November 2016 endete eine Übergangsfrist einer neuen Eichverordnung für Taxameter. Vor dem Hintergrund können nun bundesweit keine Fahrzeuge mehr als Taxi zugelassen werden, die nicht vom Hersteller selbst als Taxi angeboten werden. Hintergrund war der Wunsch des Gesetzgebers, Manipulationen zu verhindern. Doch unter den Herstellern von Elektroautos bieten aktuell nur die Firmen Nissan und Mercedes Fahrzeuge mit einem sogenannten Taxipaket an. Nachdem die Problematik im Januar 2017 öffentlichkeitswirksam vom BEM und dem BEM-Mitgliedsunternehmen Taxi Center Ostbahnhof thematisiert worden ist und von zahlreichen Medien aufgegriffen wurde, hat nun auch das zuständige Bundeswirtschaftsministerium erkannt, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht. Aktuell wird laut einer Sprecherin des Ministeriums eine zweite Verordnung zur Änderung der Mess- und Eichverordnung erarbeitet. Der neue Entwurf sieht vor, dass auch Dienstleister die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften in der Mess- und Eichverordnung übernehmen dürfen. (Stand Februar 2017)
Neues BEM-Mitgliedsunternehmen: Stadtwerke Stuttgart
Elektromobilität als Teil der urbanen Energiewende. Die Stadtwerke Stuttgart sind neu und anders. Sie wurden 2011 gegründet und sind der kompetente, innovative und dynamische Energiedienstleister in der Landeshauptstadt Stuttgart. Als 100% kommunales Unternehmen setzen sie konsequent auf Erneuerbare Energien. Das gilt auch für die Elektromobilität. Für die Stadtwerke ist das ein wichtiger Baustein der urbanen Energiewende in Stuttgart. Seit August 2016 bieten sie als erster Energieversorger in Deutschland mit stella-sharing ein Mietangebot für Elektroroller in der baden-württembergischen Landeshauptstadt an. Das Konzept ist einfach: keine Parkplatzsuche oder Staus, stattdessen mit Spaß, nahezu lautlos und komplett emissionsfrei in Stuttgart ans Ziel kommen. Die E‑Roller im blauen Retrodesign fahren mit 100% Ökostrom der Stadtwerke. Sie verkörpern Lifestyle und emotionalisieren die Energiewende.
Wirtschaft als Motor der Elektromobilität: EL-MOTION 2017
Neue Produkte, neue Incentives, verbesserte Ladeinfrastruktur: Die Elektromobilität ist im Aufwind. Ganz im Zeichen dieser Dynamik steht die EL-MOTION, der Fachkongress der österreichischen Wirtschaft für praxis- und anwenderorientierte eMobilität für KMU und kommunale Anwender. Als zentraler Event fungiert die EL-MOTION auch als der eMobilitäts-Jahresauftakt, das Top-Branchentreffen mit Netzwerkplattform.
TV-Tipp: Dicke Luft in NRW-Städten? Autos raus — aber sofort!
Es herrscht dicke Luft in NRW’s Städten, erst recht jetzt in der kalten Jahreszeit: Die Menschen ächzen unter dem sogenannten Individualverkehr: Dreck, Lärm, Stau. Keiner hierzulande — Bürger, Politik, Industrie — will ehrlich über echte Zukunftslösungen diskutieren, niemand will auf sein Auto verzichten.
Doch es muß schnell gehandelt werden, fordert Markt in seiner Rubrik „Gegen den Strich“: Dicke Luft in den Städten? Raus mit allen Verbrenner-Autos. Und zwar sofort!
1.000 Helden gesucht
Seit über 7 Jahren setzen wir uns erfolgreich dafür ein, dass im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende eine nachhaltige Neue Mobilität auf Basis Erneuerbarer Energien die gesellschaftliche, politische und mediale Stimme bekommt, die notwendig ist, um Veränderungsprozesse im Denken und Handeln zu bewirken.
»Überall da, wo das passiert, werden Klima- und Umweltschutzpotenziale im Verkehr nutzbar gemacht und unsere Städte und Quartiere werden lebenswerter«, erklärt BEM-Vize-Präsident Christian Heep: »Das geht nicht immer von heute auf morgen — aber wir können das deutlich beschleunigen. In Bezug auf die aktuelle Diskussion um Feinstaubbelastungen ist es zudem nicht länger hinnehmbar, dass Politik und Industrie trotz des Wissens um den Faktor Gesundheit und der Tatsache, dass wir über ein ausgereiftes technologisches Konzept für emissionsarme Antriebe verfügen, nicht alles daran setzen es besser zu machen.«
Online-Petition zur Vereinfachung von privater Ladeinfrastruktur
Uns hat die Tage ein Aufruf zur Unterzeichnung einer Online-Petition für die Vereinfachung von Lademöglichkeiten in privaten Haushalten erreicht, die wir gerne unterstützen möchten.
Kurz zum Hintergrund: Der begeisterte Elektroautofahrer Dr. Martin Müller weiß aus eigener Erfahrung als Mieter, wie schwer es ist, eine Zustimmung in der Eigentümerversammlung zu erhalten, damit eine Steckdose oder Wallbox installiert werden darf. »Dabei ist es technisch geradezu trivial, eine zusätzliche Steckdose mit eigenem Zähler installieren zu lassen«, so Müller im Gespräch. »Nun hat mich ein Gesetzesentwurf hoffen lassen, der Vereinfachungen und Klarstellungen im Miet- und Wohnungseigentumsgesetz vorsieht. Hiernach hat ein Mieter das Recht, auf eigene Kosten eine Lademöglichkeit zu schaffen — weder Mehrheit noch Minderheit der Eigentümergemeinschaft sind hierfür erforderlich. Doch da hatte ich mich leider zu früh gefreut. Nachdem dieser Gesetzesentwurf Mitte 2016 erfolgreich den Bundesrat passiert hat, schiebt die Bundesregierung diesen nun auf die lange Bank und will sich erst nach der Bundestagswahl damit befassen.«
Fachgespräch der Grünen-Bundestagsfraktion: »Ohne Auto abgehängt? — Mobilität in ländlichen Regionen sichern«
Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in Deutschland entwickelt sich zunehmend gegensätzlich: Während in vielen Städten Bus und Bahn fast rund um die Uhr gut erreichbar sind, wird auf dem Land das Angebot weiter ausgedünnt. Im Fachgespräch am 23. Januar 2017 wollte die Grünen-Bundestagsfraktion der Frage nachgehen, wie unter den gewandelten Ausgangsbedingungen die Mobilität der Menschen in ländlichen Regionen mit dem ÖPNV gesichert werden kann und welche neuen Angebotsformen dafür am besten geeignet sind. Neben MdB Stephan Kühn, der sich als Parlamentarischer Beirat aktiv im BEM engagiert, hat auch BEM-Hauptstadtrepräsentant Dr. Dr. Reinhard Löser an der Gesprächsrunde teilgenommen.
BEM baut Beziehungen nach Österreich weiter aus
Auf Einladung des SPD-Parteivorstandes war im Januar 2017 eine SPÖ-Delegation der österreichischen Stadt Wels in Berlin zu Gast. BEM-Hauptstadt-Repräsentant Reinhard Löser traf sich vor dem Hintergrund mit Vizebürgermeisterin Silvia Huber und Stadtrat Klaus Hoflehner, Referent für Verkehr, zum Gedankenaustausch über Themen der Elektromobilität und Infrastruktur. Es bestand Übereinstimmung darin, dass die Einführung der Elektromobilität durch öffentliche Beschaffung von Elektrofahrzeugen und Ladesäulen und nicht zuletzt durch Verhängung von Einfahrtverboten für Verbrenner mit hohen CO2- und Feinstaubemissionen deutlich beschleunigt werden wird. Für Städte, Gemeinden und Regionalverbunde ist die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung, Stadtwerken, Verkehrsbetrieben sowie engagierten Unternehmen, wie sie sich vielerorts in Deutschland etabliert haben, beispielgebend.
BEM-Wirtschafts-Delegation zu Gast in Shanghai
Rückblick / 30. November — 03. Dezember 2016 / BEM-Wirtschafts-Delegation im Elektro-Bus / Auftrag: Neue Mobilität. Für Thomas Hajek, Managing Partner bei Bemotion, war es nicht die erste Reise nach China: »Ich habe quasi als „Wiederholungstäter“ an der BEM-Wirtschafts-Delegation teilgenommen. Ich war bereits 2013 auf der Automechanika und wollte so bestehende Geschäftsverbindungen vertiefen und neue Kontakte schließen. Jeder Besuch in Shanghai ist überwältigend, zumal sich die pulsierende Stadt in einem kontinuierlich anhaltenden Aufbau befindet. Veränderungen in der Infrastruktur, die sich in Europa über viele Jahre hinziehen, vollziehen sich hier binnen Jahresfrist. Im Bereich Elektroroller scheint der Verkehr schon zu 100% elektrisch zu laufen. Aber auch der höhere Anteil von eAutos im Straßenverkehr gegenüber Deutschland ist deutlich sichtbar. An China geht beim Thema Elektromobilität nichts vorbei. Ganz besonders beeindruckend waren die für uns organisierten Werksbesichtigungen des E‑Bus Herstellers HIGER sowie ein großer Hersteller von E‑Microcars«.



