März 2018 / Artikel erschienen im Berliner Behörden Spiegel
(BS/Adrian Bednarski) Deutschland im Jahr 2035. 30 Prozent der Autos werden elektrisch angetrieben. Dann passiert es — Blackout: Der Strom fällt aus, weil alle Bürger ihre eAutos gleichzeitig laden. Ein bedrohliches Szenario. Aber wie realistisch ist es? »Für diese Menge an eAutos ist das Niederspannungsnetz im deutschen Stromnetz nicht ausgelegt«, heißt es in der Studie mit dem Titel »Der eMobilitäts-Blackout« der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit einem Beratungsunternehmen. In ihr wird das oben beschriebene Szenario untersucht. Ohne präventive Maßnahmen sei ab 2032 mit flächendeckenden Stromausfällen zu rechnen, warnen die Autoren.
»Wir gehen davon aus, dass die Integration Erneuerbarer Energien bei einer großen Anzahl gesteuerter, intelligenter Ladevorgänge verbessert wird und damit die Netzsituation insgesamt weiter stabilisiert werden kann«, so BEM-Vize-Präsident Christian Heep. »Hier müssen die Potenziale der Digitalisierung konsequent genutzt und smarte Technik wie Steuerungssoftware in den Netzen eingesetzt werden«, ergänzt der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.